Touren: Ihre Wege entlang des Limes in Hohenlohe

Führungen: Erleben Sie die Geschichte der Römer hautnah

Projekte in der Region: Der Limes als Attraktion in Hohenlohe

Ausflugsziele am Limes in Hohenlohe


Am Limes in Hohenlohe gibt es für Besucherinnen und Besucher viel zu entdecken. Die Region verbindet eindrucksvolle Geschichte mit Natur, Weitblick und besonderen Erlebnissen vor Ort. Ob an gut sichtbaren Limes-Abschnitten, an spannenden Aussichtspunkten oder an Orten, an denen die römische Vergangenheit bis heute spürbar bleibt — der Limes lädt dazu ein, auf eigene Weise erkundet zu werden.limes-in-hohenlohe+2

Wer einen Ausflug plant, findet hier abwechslungsreiche Ziele, die sich ideal für einen kurzen Besuch, einen Spaziergang oder eine längere Entdeckungstour eignen. So wird der Limes nicht nur als historisches Denkmal sichtbar, sondern als lebendiger Teil der Landschaft in Hohenlohe erlebbar.

Limes Blicke

Limes Blicke: Aussichtsplattformen in Zweiflingen, Öhringen und Pfedelbach


Herrlicher Blick entlang des UNESCO Welterbes ins Hohenloher Land

Um den schnurgeraden Verlauf des UNESCO-Welterbes Limes in der Region Hohenlohe erlebbar zu machen, haben die Kommunen Zweiflingen, Öhringen und Pfedelbach das gemeinsame und am Limes einmalige Projekt „Limes Blicke“ ins Leben gerufen.

In allen drei Gemeinden wurde ein „Limes Blick“ und damit eine Limesplattform errichtet, die im Zusammenspiel eine Blickbeziehung vom Pfahldöbel bei Zweiflingen quer über das Öhringer Becken bis zu einer Hangkante im Wald bei Pfedelbach-Gleichen möglich machen.

Zusammen mit der mittelfristig geplanten Markierung des Limes im Gelände, z.B. durch Bepflanzung mit Bäumen, Sträuchern und anderen Landmarken, können dann von den Plattformen aus fast 11,5 km des Obergermanisch-Rätischen Limes mit bloßem Auge erfasst werden.

Die Gemeinderäte der Projektpartner Zweiflingen, Öhringen und Pfedelbach hatten dem am UNESCO Welterbe einmaligen Projekt zugestimmt und im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung dem Entwurf des Architekturbüros Knorr + Thiele den Zuschlag erteilt.

Die Umsetzung des Projekts wurde im Rahmen der EU-Förderung Limesregion LEADER mit Fördergeldern der EU und Land Baden-Württemberg als Leitprojekt unterstützt.

Die feierliche Einweihung der Limes Blicke fand im Mai 2014 gemeinsam mit dem zuständigen Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde statt.

Tafeln zu Themen wie Handel, Kulturkontakt, Kommunikation und Vermessungskunst der Römer informieren zum aktuellen Forschungsstand.

Bei allen Limes Blicken ist zudem jeweils eine Infotafel, die speziell auf Kinder zugeschnitten ist, zu finden.

Informationen zur Lage und Anfahrt der drei Plattformen finden Sie unten.

Faltblatt der Limes Blicke zum Download.

Anfahrt und Parken


Zu allen drei Limes Blicken führen Wegweiser im rechts abgebildeten Design (die Farben variieren).

Der Öhringer Limes Blick ist ab den Ortseingängen von 74613 Öhringen-Cappel ausgeschildert. Der Parkplatz befindet sich nahe des Hauses „Vorderes Gwend 3, 74613 Öhringen“.

Den Limes Blick bei 74629 Pfedelbach-Gleichen finden Sie ab der Römerstraße in Untergleichen ausgeschildert.

Der Zweiflinger Limes Blick liegt direkt an der K2330 zwischen 74639 Zweiflingen-Westernbach und 74639 Zweiflingen-Pfahlbach.

Wanderer und Radfahrer finden ebenfalls eine Beschilderung zu den Limes Blicken auf naheliegenden Nebenstrecken – z.B. in Öhringen ab Ende des Nussbaumwegs.

Zu den Limes Blicken in Öhringen und Pfedelbach sind bis zu 15 Minuten Fußweg zurückzulegen. Beide Plattformen sind nicht direkt mit dem Pkw anfahrbar. Der Limes Blick Zweiflingen liegt unmittelbar am Parkplatz (auch für Busse).
Busse, die den Limes Blick Öhringen erreichen möchten, werden gebeten in Öhringen-Cappel über die Burgstraße, Hohe Straße und Hornbergstraße (Rundkurs) anzufahren.

Anfahrtsskizzen finden Sie im Faltblatt der Limes Blicke.

Bitte nehmen Sie beim Besuch der Limes Blicke Rücksicht auf Anwohner, Natur und den landwirtschaftlichen Verkehr. Vielen Dank!

Durchblick


Alle drei Limes Blicke sind mit kostenlos nutzbaren Fernrohren ausgestattet. Diese ermöglichen den Blick zu den beiden anderen Plattformen, dürfen aber natürlich auch benutzt werden, um die schöne Kulturlandschaft rund um den Limes zu bewundern.

Panoramablick


Wo genau ist der Limes nun verlaufen? Zu welcher Ortschaft gehören die Dächer unterhalb der Plattform und wie heißt die Anhöhe im Südosten? Besucher der Limes Blicke werden sich durch die Erläuterungen auf den montierten Panoramafotos prima orientieren können.

Limes Blick Öhringen


Die mittlere der drei Limesplattformen – der Öhringer Limes Blick – liegt südlich des Wohngebiets „Hornberg“ im Öhringer Teilort Cappel und ist das höchste der drei Bauwerke.

Durch seine Lage ermöglicht er sowohl die Sichtbeziehung nach Norden zum Limes Blick bei Zweiflingen, als auch in die gegenüberliegende Richtung, nach Süden, zum Limes Blick bei Pfedelbach-Gleichen.

Informativ
Unter dem heutigen Öhringer Stadtgebiet liegen zwei römische Kastelle. Mit ihrer Einrichtung vor knapp 2000 Jahren waren hunderte von Soldaten in die Region gekommen. Ihren Sold konnten sie bei Händlern und Handwerkern ausgeben, die sich – angelockt von der Kaufkraft der Soldaten – in dem vicus (Dorf) zwischen den beiden Kastellen niedergelassen hatten. Mehr zum Handel, Warenaustausch und Kulturkontakt erfahren Sie auf einer Infotafel am Öhringer Limes Blick. Auch gibt es eine Infotafel, die speziell auf Kinder zugeschnitten ist.

Sehenswert
Römische Abteilung mit Origianlfunden und Limes-Container mit großem Landschaftsmodell im Öhringer Weygang-Museum, Karlsvorstadt 38 Öffnungszeiten unter www.weygang-museum.de 
Römisches Wachturmfundament Nr. 33 (Rekonstruktion) am Nordrand der Stadt in der Alten Straße.
Römische Skulpturen und Nachbildungen von Weihesteinen auf dem Gelände des ehemaligen Bürg-Kastells (heute Hohenloher Krankenhaus gGmbH, Kastellstraße 5).

Rückblick auf die Einweihung des Öhringer Limes Blicks

Der Bau des Öhringer Limes Blick verzögerte sich leider ein wenig. Im Juli 2014 fand dann die Einweihung dieser mittleren und größten der drei Plattformen statt.

Über 200 Besucher nahmen an der Feier teil und genossen den Blick nach Norden zum Pfahldöbel sowie nach Süden zum Limes Blick an der Hangkante im Wald bei Gleichen.

Oberbürgermeister Thilo Michler bedankte sich bei allen Projektpartnern und Beteiligten. Besonderer Dank galt der EU und dem Land Baden-Württemberg sowie der LEADER-Aktionsgruppe, die eine 75%-Förderung möglich gemacht hatten.

Er wies darauf hin, dass diese ganz neue und beeindruckende Landmarke nicht direkt mit dem PKW anfahrbar, sondern nur über landwirtschaftliche Wege erreichbar ist. Vor allem Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer sollen den Blick ins Hohenloher Land genießen.

Die Geschäftsführerin der LEADER-Geschäftsstellt, Andrea Schilp stellte die Bedeutung und positive Wirkung des beispiellosen Projekts heraus.
Gemeinsam mit OB Thilo Michler und dessen Amtskollegen Torsten Kunkel (Pfedelbach) und Klaus Gross (Zweiflingen) schnitt sie das rot-weiße Band feierlich durch. Die vier Verantwortlichen gaben damit den Limes Blick Öhringen symbolisch frei.

Römerkeller im Weygang-Museum


Kult- und Alltagsgegenstände künden von der Zeit, als hier ein römischer Grenzort blühte.

Öhringen gehörte rund hundert Jahre zum Römischen Weltreich. Hier verlief der Obergermanische Limes schnurgerade über eine Strecke von rund 80 Kilometer.

Schon Christian Ernst Hanßelmann hat vor 250 Jahren als einer der ersten Archäologen in Öhringen und Umgebung wissenschaftliche Grabungen durchgeführt.

Zwei Kastelle mit Bädern, Lagerdörfer, eine bürgerliche Siedlung, Kultstätten und anderes sind seit langem bekannt.

Im Museumskeller sind Originalfunde und Nachbildungen zu sehen, zum Beispiel Weihesteine, Skulpturen aus der römischen Götterwelt.

Tafelgeschirr wie terra sigillata und auch Reste von Glasgefäßen und Metallarbeiten.

Eine Inschrift nennt den Namen des römischen Öhringen.

Der Römerkeller ist Teil des Weygang-Museums:

Adresse
Weygang-Museum Öhringen
Karlsvorstadt 38, 74613 Öhringen

Telefon 07941 / 35394

www.weygang-museum.de

Öffnungszeiten: 

Das Museum ist auf weiteres geschlossen. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage www.weygang-museum.de

Limes-Container


Der Limes-Container ergänzt die Ausstellungsfläche im Weygang-Museum, das vor Ort im Römerkeller aufgrund fehlender Flächen nur einen kleinen Ausschnitt der lokalen römischen Geschichte präsentieren kann.

Aus einem ehemaligen Baucontainer entstand in Zusammenarbeit zwischen Agenda-Gruppe Limes, Stadtmanagement Öhringen und Weygang-Museum eine Museumsfläche mit Werkstattcharakter.

Im Rahmen der 4. messeÖHRINGEN im Jahre 2009 wurde der Container erstmals öffentlich gezeigt. Er steht heute im Garten des Weygang-Museums Öhringen in der Karlsvorstadt und bietet für die Geschichte des Welterbes einen nicht alltäglichen Rahmen.

Zwei Schwerpunktthemen im Container spannen einen Bogen zwischen transnationalem Welterbe und dessen schnurgeradem Verlauf in der Region.

Landschaftsmodell am Limes
Im Zentrum des Containers bietet ein sehr ansprechendes Landschaftsmodell aus beleuchtetem Acrylglas Eindrücke neuartige Eindrücke aus der Zeit der Römer. Das Modell zeigt den schnurgeraden Verlauf der Grenzlinie und bildet den Limes-Abschnitt zwischen Sindringen und Sechseckturm bei Gleichen sehr anschaulich ab. Das Modell wurde vom Büro Dr. Wolfgang Zöller, Stuttgart und des Kollegen Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Knoll, Stuttgart konzipiert und angefertigt.

Limesfilm
Ebenfalls zu sehen ist im Limes-Container ein Film über den Limes in der Region, der die genannten Themen in bewegten Bildern und aus neuer Perspektive veranschaulicht. Dieser Film ist als DVD erhältlich als auch online abrufbar.

 

Nach der Wirtschaftsmesse 2009 fand der Limes-Container seinen Dauerstellplatz im Garten des Weygang-Museums Öhringen

Anlässlich der Wirtschaftsmesse 2009 entstand das Sichtmodell der Limeslinie zwischen Sindringen und Sechseckturm Pfedelbach Gleichen, das heute im Garten des Weygang-Museum beheimatet ist.

Das Limes Tor in der Öhringer Cappelaue


Die Idee des Limes Tores geht auf Forschungsergebnisse von Dr. Stephan Bender zurück. Er war Leiter des Limesinformationszentrums Baden-Württemberg und hatte erstmals einen Durchgang am römischen Limes skizziert und dessen bauliche Umsetzung nach antikem Vorbild erarbeitet.

Im Rahmen der experimentellen Archäologie wurden die Entwürfe von Dr. Bender zur 6. messeÖHRINGEN von elf Baufirmen aus Öhringen und der Region umgesetzt. Durch das fachliche und finanzielle Engagement dieses Messeauftritts (Gemeinschaftsstand Bau) konnte erstmals weltweit am UNESCO Welterbe Limes ein solcher Durchgang realisiert werden.

Das Tor wurde nach der 6. messeÖHRINGEN an seinen engültigen Standort am Welterbe Limes in der Cappelaue verlegt. Es wird dort im Gelände der Landesgartenschau 2016 Hundertausende Besucher begeistern und auch nach der Landesgartenschau für das Welterbe werben.

Im Rahmen eines Schulprojekts, das vom Verein Jugend und Arbeit auf den Weg gebracht wurde, konnte das Limes Tor nach antikem Vorbild farblich gestaltet werden. Es ist damit ein „leuchtendes“ und äußerst erfolgreiches Beispiel für ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Bürgerschaft, öffentlicher Hand und Schulen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Stadt Öhringen – sie werden nach und nach auch auf dieser Homepage ergänzt und stets aktualisiert.

Auszug aus dem Nachrichtenblatt Landesamt für Denkmalpflege über das Limestor

Download Artikel: hier

Limes Blick in Pfedelbach-Gleichen


Mit beeindruckender Weitsicht und idyllische Lage am Waldhang gelegen, präsentiert sich der Limes Blick Pfedelbach.
Die Plattform liegt, über einen Forstweg zu Fuß erreichbar, im Wald beim Pfedelbacher Ortsteil Untergleichen.

Bei gutem Wetter ist neben dem schnurgeraden Limesverlauf über das Öhringer Becken sogar der im Odenwald gelegene Katzenbuckel zu sehen.

Informativ
Auf dem Pfedelbacher Limes Blick erfahren Limes-Interessierte, wie die Römer es mit einfachem technischem Gerät schafften, den Limes über jegliche Topografie hinweg schnurgerade zu bauen. Vermessung zur Römerzeit – eine Meisterleistung damaliger Ingenieurskunst!

Sehenswert
Über einen Pfad im Wald oberhalb des Limes Blicks gelangt man auf kurzem Weg zu den rekonstruierten Grundmauern des Sechseckturms. Seine besondere Grundform, mit den mit 1 m Dicke ungewöhnlich starken Fundamenten, ist einzigartig an diesem Limesabschnitt.
Auch Wall und Graben sind am Sechseckturm noch gut erkennbar.

Für Familien
Kleine Römerfans finden am Limes Blick eine Kindertafel vor. Auch kann man spielerisch etwas zum Limes und zu den Römern lernen. Der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald bietet in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverbund Hohenloher Perlen den „Actionbound – Auf den Spuren der Römer“ an. Die elektronische Rätsel-Rundtour für Familien rund um den Limes Blick ist ca. 2,5 km lang und startet am Wanderparkplatz „Römerstrasse“. Zur Benutzung der Actionbounds werden das eigene Smartphone und die Actionbound-App benötigt. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Hohenloher Perlen.

Weinbau
Pfedelbach und die umliegenden Weinbauregion bieten mit zahlreichen prämierten Weinsorten noch heute besondere Genüsse – wie etwa obergermanische Weine, die auch die Römer schon zu schätzen wussten.

Gemeinde Pfedelbach


SEHENSWERTES

  • Schloss mit Schlosskapelle
  • Wanderung durch den historischen Ortskern
  • Weinbaumuseum im Fürstenkeller mit Fürstenfass
  • Heimatkundliche Sammlung im Marstallkeller

An dieser Stelle noch ein paar Worte zum Pfedelbacher Schloss:
Erbaut 1572 von Graf Eberhard von Hohenlohe-Waldenburg als Winterresidenz zu Schloss Waldenburg wegen des milden Klimas. Pfedelbach war lange Jahre Amtsort & Witwensitz des Hauses Hohenlohe, der Bürgersaal im Schloss wird als Sitzungssaal und Veranstaltungsraum genutzt und wurde für das Schlossfest im Juli 2005 renoviert, im Schloss selber befinden sich Privatwohnungen.

FREIZEIT

Keine Langeweile kann bei uns aufkommen. Die schöne Landschaft mit Wiesen, Wasser und Wald lädt Sie ein. Sportliche Möglichkeiten können Sie auf unseren Internetseiten finden. Und auch die Gastronomie wird Sie gut bewirten. Kulturelle Angebote entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender. Der Hohenloher Kultursommer ist in Pfedelbach stets zu Gast. In unseren historischen Räumen werden die verschiedensten Konzerte und Veranstaltungen angeboten.

KULTUR

Die Veranstaltungsreihe KiPf (Kultur in Pfedelbach) wurde mit einer Auftaktveranstaltung Ende Januar 2006 ins Leben gerufen. KiPf soll vorrangig lokalen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform bieten, um ihr Können auf einer Bühne vorzustellen.

Mehr Infos zu KiPf finden Sie unter www.pfedelbach.de

PFEDELBACHER SCHLOSSFEST

Das Pfedelbacher Schlossfest ist weit über die Gemeindegrenzen hinaus berühmt und wird alle drei Jahre rund um das Pfedelbacher Schloss gefeiert. Das nächste Pfedelbacher Schlossfest findet (alle drei Jahre) vom 21. bis 23. Juli 2017 rund um das Pfedelbacher Schloss statt und wird mit Sicherheit wieder ein regionales Event.

Heimischer Wein, kulinarische Spezialitäten und ein vielfätiges Unterhaltungsprogramm auf drei Bühnen mit beachtlichem Niveau werden wieder dafür sorgen, dass an drei Tagen viele Besucher nach Pfedelbach kommen.

Für alle großen und kleinen Festbesucher wird etwas geboten.

MUSEEN

Heimatmuseum
Im Marstallgebäude in der Schlossstraße gegenüber dem Schloss.
Außerhalb von Ausstellungen wenden Sie sich bitte an den Leiter Josef Kruck – Pfedelbach, Hauptstraße 76/1. Tel. 0 79 41 / 3 33 96

Im ehem. Rathaus Untersteinbach. Heuholzer Straße 25.
Zu besichtigen während der üblichen Sprechstunden der Ortschaftsverwaltung oder auf Voranmeldung beim Ortsvorsteher

Weinbaumuseum
Einzigartiges Weinbaumuseum in Hohenlohe mit Gegenständen aus der Weinwirtschaft im Fürstenkeller mit Fürstenfass.

Mehr Informationen im Rathaus bei Frau Kettemann Tel. 0 79 41 / 60 81-11.

www.pfedelbach.de

Limesverlauf in Widdern


Auf dem Gebiet der Gemarkung Widdern liegen am Limes vermutlich 5 Wachtürme, davon drei nachgewiesen und gut auffindbar. Unterhalb der Weigentaler Höhe liegt nordöstlich von Unterkessach im Wald „Heiligenrain“ unmittelbar am Limeswanderweg der  WP 8/48.
 
Bevor der Limes die Gemarkung Widdern auf der Höhe zwischen Kessach- und Jagsttal verlässt, liegt der WP 8/51, kurz bevor der Limeswanderweg nach Erreichen der Höhe Richtung Jagsthausen abknickt, links im Wald. (Bild)

Der vermutete WP 8/49 liegt mit den Resten eines Kleinkastells, welches beim Bau einer Wasserleitung  aufgefunden wurde, im Kessachtal  zwischen Unter- und Oberkessach. WP 8/50 wird auf halber Höhe südlich über dem Kessachtal vermutet.
WP 8/52 liegt südlich von WP 8/51 in den Feldern und kann in manchen Jahren als Bewuchsstörung recht gut ausgemacht werden.

Das Wachthaus am Limes in Widdern


Das WACHTHAUS AM LIMES zeigt ein Bauwerk der römischen Grenzanlage im vermutlichen originalgetreuen Erscheinungsbild.

Im Wachthaus sind diverse römische Artefakte bzw. museale Nachbildungen zu sehen; der Schwerpunkt liegt aber in der Ausstellung zur römischen Münzkunde. Zu sehen sind die Nominale aus der Zeit der römischen Adoptivkaiser, aber auch Beispiele aus der Anfangszeit der Münzprägung im Mittelmeerraum, aus der Zeit der römischen Republik und keltische Münzprägungen.

Des weiteren römische Keramik – insbesondere das „Sonntagsgeschirr“ der Antike – Bilderschüsseln aus Terra Sigillata, römische Glasgefäße, römischer Schmuck, römische Waffen und andere Gegenstände des Alltags.

Im Wachthaus werden Malkurse zur antiken Maltechnik abgehalten, es ist auch ein Treffpunkt für Interessierte zur römischen Antike am hiesigen Limes. Außerdem sind individuelle (vorher zu buchende) Veranstaltungen möglich – von der einfachen Führung am Limes bis zum abendfüllenden Programm einschließlich römischem Imbiss.

Die Öffnungszeiten sind angelehnt an das Friedrich-Krapf-Museum (Jagsthausen):  
April – Oktober am 1. Sonntag des Monats von 14.00 – 16.30 oder nach Vereinbarung.

Römermuseum in Mainhardt


Schon der Hohenloher Hofrat Hansselmann berichtet im Jahre 1768 von interessanten römischen Funden in Mainhardt, die aber verschollen sind oder vernichtet wurden.

1944 wurden beim Bau eines Behelfsheims eine größere Zahl Weihesteine gefunden, die heute die Grundlage der umfangreichen Sammlung dieser Stücke sind. Bei verschiedenen Bauvorhaben innerhalb des Kastells und am Platz der römischen Siedlung wurden zahlreiche Funde gemacht, so dass 1987 ein Museum in der Kapelle des ehemaligen Hohenlohe-Bartensteiner Schlösschen eingerichtet werden konnte.

Im Jahr 2004 wurde mit Hilfe des Landesdenkmalamtes die Einrichtung neu konzipiert. Es entstand eine übersichtliche Ausstellung mit Untergliederung in militärische Ausrüstung, Religion und Kultur, Essen und Trinken, römische Bauformen, dem Modell eines Kastells sowie in einer Vitrine eine versuchte Darstellung der Schlacht im Teutoburger Wald, die nach neueren Erkenntnissen aber in Kalkriese, einem Ortsteil der Stadt Bramsche, stattgefunden hat. Eine besondere Rarität sind verschiedene Altärchen von Muttergottheiten.

So bietet das Römermuseum eine interessante Übersicht über die Zeit der römischen Besatzung von 150 bis 260 n Chr. in Mainhardt.
Römermuseum Teilansicht

Das Museum wird ehrenamtlich betrieben. Ausführliche Informationen werden Ihnen bei Führungen gegeben, die auch die ausgegrabene und restaurierte Südwestecke des Kastells beinhalten.

Führungen können im Rathaus Mainhardt angemeldet werden. Auch Führungen auf dem Limeswanderweg können dabei enthalten sein.

Öffnungszeiten
Vom 1. Mai bis 3. Oktober an Sonn- und Feiertagen
von 14 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung.

Eintritt:
Erwachsene 1,- €
Jugendliche 0,50 €

Kontakte:
Gemeinde Mainhardt, Telefon: 07903/9150-0
Textilhaus Pasler-Rau, Telefon: 07903/940256
in Mainhardt beim Schlößle
Hauptstraße 6
74535 Mainhardt

(Quelle des Textes: www.mainhardt.de)

Das römische Kohortenkastell in Mainhardt


Das römische Kastell von Mainhardt liegt im Westen des alten Ortskerns. Mit fast 300 Metern noch existierender Mauerreste ist es das am relativ vollständigsten erhaltene römische Kastell der Limes-Region Hohenlohe.

Die ersten schriftlichen Nachweise eines römischen Militärlagers in Mainhardt finden sich im „Beweis, wie weit der Römer Macht“ des fürstlich-hohenlohischen Hofrates Christian Ernst Hanßelmann aus dem Jahr 1768. Justinus Kerner hat 1837 berichtet, dass aus der damals noch über einen Meter hohen Kastellmauer Steine für den Hausbau gebrochen wurden. Er konnte immerhin die Bergung zweier römischer Genien-Torsi veranlassen. Im Auftrag der Reichslimeskommission wurden um 1900 mehrere Untersuchungen am Kastell vorgenommen.

Die für die Besatzung des Kastells aufschlußreichsten Funde wurden ca. 150 Meter außerhalb des Kastells entdeckt. Als 1944 ein Behelfswohnheim für ausgebombte Bewohner von Stuttgart entstand, fand man rund ein Dutzend Inschriftensteine der römischen Militärverwaltung, auf der als stationierte Einheit die Cohors I asturum equitata genannt wird, die erste asturische Kohorte mit beigefügter Kavallerieabteilung. Ebenfalls dort wurden mehere Reliefdarstellungen keltischer Muttergottheiten gefunden, die einzigen an der vorderen Limeslinie.

Die Cohors I Asturum wurde im nordspanischen Asturien ausgehoben. Ihre erste schriftliche Erwähnung lokalisiert sie in Frankfurt-Heddernheim. Um 90 n. Chr. wurde sie in das Vorläuferkastell von Mainhardt, Walheim am Neckar, verlegt, und um 160 n. Chr. nach Mainhardt.
Das Kastell Mainhardt lag fast genau zwischen seinen beiden Nachbarkastellen Öhringen im Norden und Murrhardt im Süden. Für den Standort Mainhardt sprach außerdem die geschützte Lage. Der Ortskern von Mainhardt ist von drei Seiten von tiefen Bachtälern (Brettach im Osten und Norden, Baadbach im Westen) umgeben. Zudem kreuzte die bereits vor der römischen Besatzung existierende Salzstrasse von Hall über Löwenstein nach Heilbronn in Mainhardt den Limes. Dies dürfte auch der Grund für die Stationierung eines Beneficiarius Consularis in Mainhardt gewesen sein, der als Beamter der Provinzverwaltung den Einfuhrzoll des Haller Salzes kassierte und kontrollierte. Der Stein des Lucilius Avento stellt damit den einzigen Beweis dar, dass die keltischen Salzsieder in Hall mit den Römern Handel getrieben haben.

Die Maße des nach Osten orientierten Kastells betragen 177 Meter auf 142 Meter (2,4 ha). Es hatte relativ viele Türme (20), die teilweise mit Geschützen bewehrt waren. Vor den Mauern befand sich als Annäherungshindernis ein doppelter Graben.
Inschriftlich sind elf Namen von Soldaten überliefert, darunter ein „echter“ Römer (Marcus Mevius Capriolus) und ein Dalmatier. Die übrigen Namen deuten auf eine Herkunft aus dem keltischen Gallien hin, dem naheliegenden Rekrutierungsgebiet für den Limes. Einer der keltischen Soldaten, Caius Iulius Artemo, stieg vom Kastellkommandanten (Praefectus) in Mainhardt zu einem hohen Stabsoffizier der römischen Armee in Pannonia (Ungarn) auf.

Von der Innenbebauung haben sich Fundamente des zentralen Stabsgebäudes (Principia) erhalten. Das Offizierswohnhaus (Praetorium) wurde leider um das Jahr 2000 überbaut, davon ist noch ein römischer Brunnen innerhalb eines Privathauses vorhanden. Zahlreiche Hypokaust-Elemente von Fußbodenheizungen zeigen, dass die Offiziere deutlich mehr Wohnkomfort als die einfachen Soldaten hatten, die sich mit einem kleinen Ofen im Gemeinschaftsraum begnügen mussten.

In der Nordwestecke des Kastells befand sich die zentrale Bäckerei des Kastells. Zwar mussten die Soldaten ihre tägliche Verpflegung, knapp ein Kilo Getreidekörner, selbst mahlen. Der Backvorgang wurde wegen der Feuergefahr aber zentral an geschützter Stelle durchgeführt.

Beim Bau des Schulzentrums im Jahr 1967 wurden von den örtlichen Hobby-Archäologen Hermann Pasler und Horst Clauß 21 Fundstellen (Hausfundamente und Brunnen) der zum Kastell gehörenden Zivilsiedlung (Vicus) entdeckt.

Gut sichtbar sind leider nur etwa 10 % der langen Mainhardter Kastellmauer. Der große Rest liegt entweder in einem Sportplatz, den US-Soldaten 1945 darüber angelegt haben, oder in einem Dornröschenschlaf hinter Erdanschüttungen und starkem Pflanzenbewuchs.
Die meisten der beweglichen Funde befinden sich im nahegelegenen Römermuseum.

Limesanlage in Mainhardt


Im Rahmen des Aktionstages „Am Limes grenzenlos“ konnte die Limesanlage in Mainhardt – direkt neben der B 14 – am 5. Juni 2011 offiziell eingeweiht werden. Unter Aufsicht der zahlreichen Besucher, enthüllten Bürgermeister Damian Komor, Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Landrat Gerhard Bauer, Dr. Bender vom Limesinformationszentrum Aalen, Frau Bodner von der LEADER-Geschäftsstelle sowie Herr Gehring vom Ingenieurbüro Bürgel mit vereinten Kräften die neue Limesanlage.

Am Ortseingang von Mainhardt ist nun auf 25 Metern Länge ein Stück dieses Limes mit Wall, Graben und Eichenholzpalisaden neu entstanden. Die Rekonstruktion befindet sich wenige Meter abseits des originalen Walls, von dem im Ort bis heute noch Spuren erhalten und sichtbar sind.

In Mainhardt wurde der Limes so nachgebaut, wie das Original einst ausgesehen hat. Funde in Rainau-Buch belegen, dass die Holzstämme halbiert und mit Querriegeln verbunden wurden. Die flache Seite hat in Richtung Feindesland gezeigt, weil man an ihr nicht so leicht hochklettern konnte.

Mit dem Nachbau, der nachts angestrahlt ist, wird der Limes erfahrbar. Die Anlage soll zugleich ein touristisches Tor zur Gemeinde sein, das Vorbeifahrende neugierig macht und zum Anhalten bewegt. Auf Schautafeln werden Informationen zur römischen Vergangenheit Mainhardts vermittelt. Damit möchte man die Besucher auch in den Ort locken, z.B. ins Römermuseum und zu den restaurierten Mauerresten des Kastells. www.mainhardt.de

Der Limes in Jagsthausen


Garnisonsort der Cohors I Germanorum, wahrscheinlich um das Jahr 160 n.Chr. zeitgleich mit den übrigen Kastellplätzen zwischen Walldürn und Lorch errichtet.

Das Kastell liegt in einer weiten Flußschleife an einem Steilufer über der Jagst und war nach Osten auf den rund 400 m entfernt verlaufenden Limes hin ausgerichtet. Seine Umwehrung sowie die Lage der Principia wurden durch die Reichs-Limeskommission mit wenigen Sondageschnitten (1892 und 1902) festgelegt.

Das Steinkastell von ca. 3,0 ha Fläche besitzt einen langrechteckigen Grundriss von 195 m x 155 m. Wehrgräben sind nicht gesichert. Nachgewiesen wurde eine einfache Tordurchfahrt im Osten, die übrigen Tore weisen doppelte Durchfahrten auf. Vier Ecktürme sowie mindestens zehn Zwischentürme fanden sich entlang der Seiten.

Über die Innenbebauung ist mit Ausnahme des Südteils der Principia und weniger Mauerreste des mutmaßlichen Praetoriums nicht bekannt. Eine ausgedehnte Zivilsiedlung umgibt das Lagerareal im Südosten, Süden und Westen. Der Vicus ist durch langjährige Grabungstätigkeit seit annähernd zweihundert Jahren Gegenstand der Forschung und gehört zu den bestbekannten Kastellsiedlungen am ORL.

Das Areal des archäologischen Denkmals befindet sich zum größten Teil innerhalb des (alt) bebauten Ortsbereichs. Obertägig sind keine Reste des Kastells sichtbar, sein nördlicher Teil liegt in einem als Gesamtanlage geschützten privaten Parkareal. Innerhalb des Vicus wird das Kastellbad in einem kleinen Freilichtmuseum präsentiert.

Der Limes verläuft von Jagsthausen zwischen der Jagsthäuser und Berlichinger Markung am ‚Glasenberg‘. Dort sind Spuren eines Wachturms zu sehen.

Unterhalb von Oberkessach überschreitet er den Flusslauf der Kessach, zieht weiter am Wald Denzer vorbei und diente in der jüngeren Geschichte als Grenze zwischen Baden und Württemberg (zwischen Weigental und Hopfengarten).

Quelle des Textes ‚Jagsthausen‘
www.deutsche-limeskommission.de

Das Römische Bad in Jagsthausen


Das Freilichtmuseum Römerbad im Ortskern von Jagsthausen zeigt den Grundriss eines römischen Militärbades um 200 n. Chr.

Didaktische Tafeln, von Archäologen des Landesdenkmalamtes gestaltet, erklären in Wort und Bild das Badegebäude, seine Nutzung sowie seine Bedeutung für die Alltagskultur eines Kastellvicus am obergermanischen Limes.

Inschriftensteine, Teile einer Jupitergigantensäule, Ziegelstempel usw. werden ausgestellt und anschaulich erläutert. So stammen die älteste und die jüngste Inschrift vom vorderen Limes, dem zweitlängsten Bodendenkmal der Welt, aus Jagsthausen. Sie bilden die Grundlage der Datierung.

Ein ebenfalls mit didaktischen Tafeln versehener Weg führt vorbei an einem rekonstruierten römischen Brunnen zum Kastellbereich und zum Museum in der Götzenburg.

Ansprechpartner:
Förderverein Römerbad e. V.
Gemeindeverwaltung Jagsthausen
Hauptstraße 3
74249 Jagsthausen
Telefon 07943 / 9101-0
Telefax 07943 / 9101-50
info(at)gemeinde.jagsthausen.de
www.jagsthausen.de

Öffnungszeiten:
Ganzjährig frei zugänglich bei freiem Eintritt, Erklärungen durch Schautafeln.
Führungen durch den Förderverein Römerbad e. V. nach Vereinbarung.

(Foto: Bernhard Efinger)

Friedrich-Krapf-Museum im Alten Rathaus


Ausdruck des Selbstbewusstseins der früheren Einwohner Jagsthausens ist das „Alte Rathaus“. Zugleich zählt es zu den ältesten erhaltenen Rathäusern im Landkreis Heilbronn.

1513 erbaut, 1861 und letztmals 1982 renoviert, weist es einen reich verzierten Fachwerkgiebel auf. Heute beherbergt es die Gemeindebücherei und dient so immer noch den Bürgern Jagsthausens. Ebenfalls im Alten Rathaus untergebracht ist das Friedrich-Krapf-Museum.
 

Beständige Begleiter – Römische Keramik
Den Lebenslauf der Tonwaren im Leben der Menschen in römischer Zeit stellt das neu eingerichtete Museum in Jagsthausen dar. Anschaulich werden verschiedene Alltagsbereiche der Römer gezeigt, Illustrationen, Texte und Videoclips erläutern den Verwendungszweck, so dass ein Einblick in römisches Leben um 200 n. Chr. möglich wird.

Die Sammlung wurde bewahrt und archiviert von Gerhard Krapf, der sie von seinem Vater Friedrich übernommen hatte. Familie Krapf stellte sie als Dauerleihgabe zur Verfügung, um der Öffentlichkeit Zugang zu bieten und an den Sammler zu erinnern.

1910 bewarb sich Friedrich Krapf (*27.12.1885 in Eislingen) um die Schulleiterstelle in Jagsthausen, die zum letzten Mal noch über das Patronatsrecht durch die Herrschaft von Berlichingen verliehen wurde. Schon seit seiner Jugendzeit hatte ihn die Welt der Versteinerungen fasziniert. So konnte es kaum überraschen, dass ihn in Jagsthausen nicht nur die Muschelkalkformationen, sondern sehr bald auch die römischen Steine anzogen.

Wie in die Welt der Petrefakten arbeitete er sich auch in die Archäologie der Römerzeit mit wissenschaftlicher Akribie ein. Soweit sein Lehrerberuf, sein Organisten- und Chorleiteramt und seit 1912 nach der Heirat mit der Lehrertochter Julie Vögele aus Roigheim die Familie es zuließen, führte er bei anstehenden Neubauten im Ort und auf der Gemarkung auf den Feldern Grabungen durch, die er vertraglich regelte, selbst finanzierte und wissenschaftlich dokumentierte.

Dabei wuchs eine Sammlung römischer Keramik zusammen, die im Lande ihresgleichen sucht: Weinamphoren und Graburnen, Henkelkrüge und Reibschalen, Wasserleitungsröhren und feine Terra-Sigillata-Gefäße…

Dazu kommen 69 römische Münzen, Knochen, Glas-, Stein- und Metallfunde. Jedes Stück ist genau bezeichnet, Fundort und -umstände sind schriftlich niedergelegt, so dass noch heute die Forschung unter Einbeziehung neuerer Erkenntnisse den Krapfschen Fundus von mehr als 2000 Teilen wissenschaftlich verwerten kann. Da sich die provinzialrömische Archäologie inzwischen vor allem mit Alltag und Wirtschaft in Vicus und Kastell befasst, sind Friedrich Krapfs Befunde im Dorf und auf dem römischen Friedhof von anhaltender Bedeutung.

Die Besuche zahlreicher bekannter Forscher – Paret, Hertlein, Goessler … – in der Lehrerwohnung in Jagsthausen belegen ebenso wie Veröffentlichungen in den „Fundberichten aus Schwaben“, Zeitungen und schließlich zusammenfassend im „Neckarsulmer Heimatbuch“, dass Friedrich Krapf 1928 vollendete, den Rang des Heimatforschers. Im gleichen Jahr bereits wurde seine Sammlung in das Denkmalbuch des Landes Württemberg eingetragen, bis heute gilt das von F. Krapf ausgegrabene Gräberfeld als größter erforschter römischer Friedhof am obergermanischen Limes.

Öffnungszeiten von Mai bis Oktober:
Jeden 1. Sonntag / Monat     15.00 – 17.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung    Tel. 07943 / 9101-0

Eintritt frei

Besonders lohnend ist der Museumsbesuch in Verbindung mit dem Besuch des Freilichtmuseums Römerbad (frei zugänglich) und des Museums in der Götzenburg!

(Textquelle: www.jagsthausen.de)

Limes Blick am Pfahldöbel, Gemeinde Zweiflingen


Der Limes Blick Zweiflingen liegt auf einem Wasserhochbehälter an der Kreisstraße K2330 zwischen den Zweiflinger Teilorten Westernbach und Pfahlbach.

Wer am Parkplatz (direkt an der Kreisstraße) sein Auto abstellt muss nur wenige Schritte bis zur Plattform gehen.

Dann gilt es nur noch die Treppenstufen zu erklimmen, bis sich dem Betrachter bei gutem Wetter ein kilometerweiter Blick über Öhringen hinweg bis an die bewaldeten Hänge des „Steinbacher Gebirgs“ bietet.
An der Hangkante in ca. 12 km Entfernung liegt der Limes Blick bei Pfedelbach-Gleichen.

Informativ
Eine gut funktionierende Kommunikation zwischen den Wachtposten entlang des Limes war für die Sicherung der Grenze Grundvoraussetzung. Auf dem Zweiflinger Limes Blick erläutert eine Infotafel sehr anschaulich, wie Kommunikation zur Zeit der Römer funktionierte. Auch gibt es eine Infotafel, die speziell auf Kinder zugeschnitten ist.

Sehenswert
Im Wald, nur wenige Meter westlich des Limes Blicks, ist einer der am besten erhaltenen Limesabschnitte am Obergermanisch-Raetischen Limes verborgen. Wall und Graben sind auf einer Länge von fast 500 m original erhalten und deutlich zu sehen. Im Volksmund wird dieser Limesabschnitt „Pfahldöbel“ genannt. Hier verläuft auch der Limes-Wanderweg.
Ca. 300 m südwestlich des Limes Blicks befindet sich unter fruchtbarem Ackerboden das ehemalige Kastell Westernbach. Das ca. 1 ha große Kastell mit 117 m Länge und 88 m Breite war vermutlich ein Numeruskastell (Aufklärungs- und Beobachtungsposten). Je nach Bewirtschaftung der Ackerfläche können die Fundamente des Kastells erahnt werden.

Kastell Westernbach


Die Geophysikalische Archäologie macht es möglich: mit den heutigen zerstörungsfreien Untersuchungsmethoden ist das Kastell beim Zweiflinger Teilort Westernbach zu orten.
Es sind zwei freistehende Tafeln zu sehen. Diese informieren zum Limes.

„Es wurde erst im Jahr 1904 entdeckt. Das Kastell hat einen langrechteckigen Grundriss (117m x 88m) , eine steinerne Umwehrungsmauer sowie zwei über 4m breite Spitzgräben. Es besaß zwei Tordurchfahrten an der West- und Ostseite, wobei das Tor an der Westseite eine doppelte Durchfahrt aufwies. Es handelte sich um die Kaserne einer unbekannten Einheit, wahrscheinlich von der Größe eines numerus (ca. 160 – 180 Mann). Möglicherweise existierte hier ein weiterer Limesdurchgang, der einer gesonderten Überwachung bedurfte. Dafür sprechen die Lage des Kastells nur 150m hinter dem Limes, sein geringer Abstand von nur ca. 3km zu den beiden Kastellen in Öhringen sowie seine Größe und Bauweise mit zwei Toren.“ (Text Limesinformationszentrum Aalen)

Die Hilfstruppen der Römer waren quasi die ersten multikulturellen Westernbacher. Leider gibt es keine Funde, die Genaueres über die Datierung und die Nutzer aussagen. Am Dorfplatz Westernbach informiert eine Tafel zum Kastell.

Pfahldöbel


Der „Pfahldöbel“ zwischen den Zweiflinger Ortsteilen Pfahlbach und Westernbach ist auf 280 m der am besten erhaltene Abschnitt des Limes im Hohenloher Land. Wall und Graben sind im Wald gut sichtbar.

Er war ursprünglich 2 m hoch und 9 m breit. Davor lag ein 2,5 m tiefer und 8 m breiter Graben, der Höhenunterschied zwischen Grabensohle und Wallkrone betrug mindestens 5 m. Hier verläuft der traumhafte Limes-Wanderweg und lädt zu Entdeckungen ein. Die Bezeichnung Pfahldöbel erinnert an das Wort „Pfahl“ oder Palisade und an den Graben, der süddeutsche Ausdruck für „dobel“.

Zwei Tafeln geben einen Einblick in die Römerzeit und das Leben am Limes. „Wo Germanen und Römer sich begegnen“ und „Ressourcen ohne Nachhaltigkeit“ lauten die Themen der Infotafeln.

Ganz in der Nähe von Wall und Graben ermöglicht die Zweiflinger Aussichtsplattform „Limes Blick“  beste Aussichten auf Hohenlohe und den Limes Verlauf.

Östlich der Ortsmitte von Zweiflingen-Westernbach liegt, etwa 150 m hinter dem Limesweg, das Kastell Westernbach. Erkennbare Spuren befinden sich an der Oberfläche keine mehr. Das ca. 1 ha große Kastell mit 117 m Länge und 88 m Breite war vermutlich ein Numeruskastell und diente damit als Aufklärungs- und Beobachtungsposten.

Pfahldöbel - Sichtbarer Limes bei Zweiflingen

Der Limes in Forchtenberg


Östlich vom Forchtenberger Stadtteil Sindringen verläuft der Limes von Jagsthausen kommend Richtung Öhringen. Eine Infotafel am Radweg nach Ernsbach weist auf ihn hin.

Bei der Kirche in Sindringen wurden Mauerwerke (nicht sichtbar) eines römischen Kleinkastells gefunden. Limes und Kleinkastell werden um 160 n. Chr. datiert. Ein gußeisernes Modell bei der Kirche weist anschaulich auf das Kleinkastell hin.

Im bewaldeten Kocherhang südlich von Sindringen können die konservierten Grundmauern eines römischen Wachturmes (Infotafel) besichtigt werden. Der Standort des Wachturmes ist von Sindringen zu Fuß in ca. 30 Minuten über den ausgeschilderten Limeswanderweg zu erreichen.

Kontakt


Stadt Öhringen
Tourist-Information
Uhlandstr. 23
74613 Öhringen

Telefon 07941 68-118

E-Mail
tourist(at)oehringen.de

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